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Cod: 446219
Marmorbüste
Epoche: 17. Jh.
Die symbolische und kulturelle Bedeutung der Marmorskulptur als Form der Selbstdarstellung wies auf den hohen sozialen Status des Auftraggebers hin. Die Verwendung von Marmor, einem widerstandsfähigen Material im Gegensatz zu empfindlicheren, leichteren und billigeren Gemälden, vermittelte die Idee von Beständigkeit und ewigem Gedächtnis, eine klare Anspielung auf die Marmorporträts der römischen Antike. Unsere Büste aus gemeißeltem weißem Marmor aus der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts zeigt eine bemerkenswerte bildhauerische Technik. Die Figur trägt ein eng anliegendes Gewand, das realistische Falten und eine zentrale Knopfleiste aufweist; das Gesicht ist ruhig, der Blick ausdrucksstark, es scheint den Betrachter direkt anzublicken und vermittelt Selbstvertrauen und volles Bewusstsein seines sozialen Status. Das dargestellte Brustbild ist Desiderio Segno, ein reicher genuesischer Kaufmann, der 1624 das Amt des Konsuls der genuesischen Nation in Palermo innehatte; im selben Jahr besuchte der flämische Maler Anton van Dyck die Stadt, der für ihn ein Gemälde schuf, das sich heute in den Fürstlichen Sammlungen Liechtenstein befindet. In dem Porträt wird der Kaufmann in einem eleganten dunklen Gewand dargestellt; auf der Leinwand erscheinen neben dem Jahr 1624 auch das Alter von Segno, das mit 32 Jahren angegeben ist. Ein Werk von nicht nur künstlerischem, sondern auch dokumentarischem Wert, ideal, um Umgebungen zu bereichern und einen raffinierten Dialog zwischen Vergangenheit und Gegenwart zu schaffen. Maße: Höhe 57 cm – Sockel 33x17 cm